Sie ist bisher die Einzige. Sie ist die First-Lady. Und sie schrieb Fußball-Geschichte. Bibiana Steinhaus pfeift seit 2007 in der zweiten Bundesliga – und zwar der Herren. Mittlerweile ist sie im Kreise ihre männlichen Kollegen etabliert. In einer Saison leitet sie etwa zehn bis zwölf Zweitligaspiele.
Auf Frauenebene war sie noch schneller erfolgreich. Seit 2005 ist sie FIFA-Schiedsrichterin.War bereits in der Frauen-Champions-League unterwegs und leitete Nationalmannschaftsspiele auf fast jedem Kontinent. Höhepunkt ihrer steilen Karriere war die Teilnahme an der U-20-Weltmeisterschaft der Frauen im vergangenen Jahr in Deutschland. Ein Vorgeschmack auf das, was noch kommt. Die Frauen-WM 2011 in Deutschland. Dort soll Steinhaus Spiele leiten. Nominiert von der FIFA.
Bis dahin ist es aber ein weiter Weg. Steinhaus muss Lehrgänge und Leistungstests bestehen. Darüber hinaus die nötigen guten Beurteilungen von ihren nationalen und internationalen Einsätzen mitbringen. Der Druck ist hoch und die Konkurrenz groß. Die FIFA hat noch nicht bekannt gegeben, wie viele Schiedsrichterinnen sie für die Weltmeisterschaft in Deutschland ins Rennen schickt. Eines ist dennoch sicher: Es werden nur die besten aus dem internationalen Casting ausgewählt. Doch die Chancen stehen gut.
Bibiana Steinhaus ist nicht nur deutsches, sondern internationales Vorbild der Frauenschiedsrichtergilde. Sie wird alles geben um dabei zu sein. Denn eine WM im eigenen Land will keiner verpassen.