WM 2011

Die Superstars der Frauenteams

Bei den Männern sind es Lionel Messi, Lukas Podolski oder Kaká, die zu den Superstars der Mannschaften bei einer WM zählen. Auch bei den Frauen ragen einige Spielerinnen aus ihren Mannschaften heraus. Wir haben den Superstar-Check der Frauenmannschaften durchgeführt. Auf dieser Seite finden Sie die voraussichtlichen Top-Spielerinnen der WM 2011 in Deutschland.

Japan

Homare Sawa
Homare Sawa (rechts) grätscht Renate Lingor ab


Das absolute Kronjuwel in der japanischen Mannschaft ist nach wie vor Homare Sawa. Die Spielführerin sieht in Deutschland ihrer fünften WM-Teilnahme entgegen und beindruckt seit Jahren mit ihrer Tor-Quote in den Länderspielen. Im Durchschnitt erzielt sie ein Tor pro Spiel. Deshalb ist sie die Schlüsselspielerin in der Mannschaft.

Aber auch die jungen Talente im Sturm der Japanerinnen haben in der Qualifikation auf sich aufmerksam gemacht. Mana Iwabuchi wurde erst im Februar 2010 zum ersten Mal in die A-Nationalmannschaft berufen. Von Beginn konnte sie überzeugen und schoss gleich in ihrem zweiten Einsatz einen Doppelpack. Zuvor, im Jahr 2008, erhielt sie den Goldenen Ball bei der FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft. Mit drei Toren in der Qualifikation, konnte ebenfalls die Stürmerin Kozue Ando auf sich aufmerksam machen. Sie steht beim FCR 2001 Duisburg unter Vertrag und gilt als großes Sturmtalent.

Jo Yun-Mi
Jo Yun-Mi (links)

Korea DVR

Die wichtigste Akteurin im nordkoreanischen Spiel ist Jo Yun-Mi. Sie bildet die Schaltzentrale im Mittelfeld und es gibt keinen Angriff, der nicht über sie gespielt wird. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt der Asiatinnen und deshalb für die Mannschaft unverzichtbar. Schon beim AFC Asien-Pokal der Frauen 2010 konnte sie glänzen und erzielte drei Treffer. Nach dem Turnier wurde sie als wertvollste Spielerin ausgezeichnet.

Neben Yun-Mi drängt sich eine weitere Allround-Spielerin mit Kim Kyong Hwa im Mittelfeld immer mehr in den Vordergrund. Mit guten Leistungen bei der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft 2006 und den Olympischen Spielen 2008 in Peking hat sie sich nun fest in der A-Nationalmannschaft etabliert und stellt mit ihrer Mannschaftskollegin Yun-Mi das Grundgerüst der nordkoreanischen Mannschaft dar.

Hayley Moorwood
Hayley Moorwood (rechts)

Neuseeland

Zu den Stars der Neuseeländerinnen gehört, nach wie vor, die Spielführerin und Mittelfeldakteurin Hayley Moorwood. Mit ihren 50 Länderspieleinsätzen ist sie mit Abstand die erfahrenste Spielerin im Kader. Sie gilt als Leitfigur in der sehr jungen neuseeländischen Mannschaft. Durch ihre große Erfahrung strahlt sie sehr viel Ruhe im Spiel aus und die jungen Spielerinnen orientieren sich an ihr.

Zu den Frühreifen zählt auch die Abwehrspielerin Ali Riley. Sie ist 2010 in der U.S.-amerikanischen Frauen-Profiliga WPS zum „Rookie oft the Year“ gewählt worden und gilt in der Verteidigung als eins der größten Talente im Frauenfußball.

Im Angriff ist es die junge Rosie White, die von sich reden macht. Sie konnte seit der Junioren-Weltmeisterschaft 2008, bei der sie einen Doppel-Hattrick verbuchen konnte, ihre bestechende Form halten. Ein Jahr darauf wurde sie von der ozeanischen Fußball-Konföderation (OFC) zur Spielerin des Jahres gekrönt. Auch bei der WM in Deutschland sind White-Tore garantiert.

Perpetua Nkwocha
Perpetua Nkwocha (vorne)

Nigeria

In der nigerianischen Mannschaft finden sich zwei der besten Angreiferinnen im Frauenfußball. Stella Mbachu und Perpetua Nkwocha zählen natürlich zu den zwei gefährlichsten Angreiferinnen des Landes. Experten sind sich sicher, ihre schon ältere internationale Karriere wird nach der WM noch einmal steil bergauf gehen.

Zeitlich zur WM präsentieren die beiden sich jedoch in Bestform und begeistern die Zuschauer. Technisch stark und pfeilschnell verbreiten sie immer wieder Unruhe und sorgen für große Probleme bei der generischen Verteidigung.

Norwegen

Bei den norwegischen Frauen fällt es schwer, ein oder zwei Spielerinnen heraus zu heben. Die Mannschaft ist insgesamt gut besetzt. Nachdem die langjährige Torhüterin und Stütze der Norwegerinnen, Bente Nordby, sich aus dem aktiven Sport zurückgezogen hat, fehlt der Mannschaft eine echte Führungspersönlichkeit.

Zu den wichtigsten Akteurinnen gehören Abwehrspielerin Ane Stangeland (Klepp IL), Ingvild Stensland, Isabell Lehn Herlovsen (beide Olympique Lyon) und Lene Mykjaland (Washington Freedom)

Therese Sjögran
Therese Sjögran (rechts) setzt sich gegen Sonja Fuss durch

Schweden

Ein großer Vorteil für die Schwedinnen ist, dass sie sehr viele erfahrene Spielerinnen in ihren Reihen haben. Die erfahrensten sind Therese Sjögran (LdB FC Malmö), Torhüterin Rut Hedvig Lindahl (Kopparbergs/Göteborg FC) und Sara Larssson (Philadelphia Independence). Sie standen schon bei der WM 2007 im Kader und gelten als Pfeiler der Mannschaft.

Dazu kommen nun junge, aufstrebende Spielerinnen, die in der Qualifikation ebenfalls gute Leistungen gezeigt haben. Ein besonderes Augenmerk dürfte hier auf Mannschaftskapitän Caroline Seger (Philadelphia Independence), Charlotte Rohlin (Linköpings FC) und Lotta Schelin (Olympique Lyon) liegen.

Shannon Boxx
Shannon Boxx (links)

USA

Bei den Amerikanerinnen ist es die ewige Kristine Lilly, die nach wie vor zu den Schlüsselspielerinnen in der Mannshaft gehört. Mit ihren 39 Jahren ist es wohl die letzte WM, die sie spielen wird aber gemeinsam mit Shannon Boxx im Mittelfeld und einer ganzen Reihe großer Talente wird sie auch in Deutschland wieder für Aufsehen sorgen.

Gerade im Angriff stellen die Amerikanerinnen mit der dynamische Abby Wambach eine Torgarantie auf. Neben ihr spielt die junge Amerikanerin Alex Morgan, die bei dieser WM ihren Durchbruch auf die große Bühne schaffen soll. Wenn sie auf einem Niveau spielt, wie dem bei der U20-Frauen-WM in Chile, ist ihr dieser schon so gut wie sicher.

Inka Grings
Inka Grings

Deutschland

Der Angriff der deutschen ist das Steckenpferd des Teams. Die 33-jährige Birgit Prinz ist dreimalige FIFA-Weltfußballerin, Rekordspielerin und Rekordtorschützin Deutschlands.

Die ein Jahr jüngere Inka Grings sollte auch noch erwähnt werden. Grings wurde zuletzt zweimal in Folge als Spielerin des Jahres gehrt.

Nadine Angerer zeigte bei der Frauen-WM-2007 in China eine überragende Leistung zwischen den Pfosten und will diese in den heimischen Stadien unter Beweis stellen. Die Titelverteidigerinnen freuen sich auf die Weltmeisterschaft im eigenen Land und brennen schon lange auf den nächsten Titel. 2011 wird nichts dem Zufall überlassen.

Australien

In der australischen Nationalmannschaft besitzt Lisa De Vanna als Stürmerin das gewisse Etwas. Mit ihrer Sturmpartnerin Sarah Walsh wird blitzschnell gehandelt und die gegnerische Abwehr überlaufen. Dieses Sturmduo wird vor allem von den Mittelfeldspielerinnen namens Collette McCallum und der listigen Heather Garriock auf der linken Flanke unterstützt. Ein sehr talentiertes Team, das auf gar keinen Fall unterschätzt werden darf!

Marta
Marta

Brasilien

In der brasilianischen Frauenmannschaft ist Marta der absolute Star. Kein anderer Name wird im Frauenfußball so oft erwähnt wie ihrer. Die 24-jährige konnte sich in den vergangenen Jahren kaum vor Auszeichnungen retten. Vierfache FIFA-Weltfußballerin in den letzten Jahren und außerdem der gewonnene Goldene Ball von adidas bei der WM 2007.

Ihre Gefährtin auf dem Platz heißt Cristiane und ist Top-Torjägerin des Olympischen Fußballturniers der Frauen 2008. Auf diese beiden Spielerinnen wird besonders geachtet. Zauberinnen am Ball finden sich auf dem Platz und bringen den Gegner ins Taumeln.

England

Kelly Smith spielt nun seit 15 Jahren für England und das auch sehr erfolgreich. 42 Treffer in nahezu 100 Länderspielen kann die Stürmerin vorlegen und ist somit einer der torgefährlichsten Frauen im ganzen Turnier.

Smith spielt auf Vereinsebene in den USA und belegte bei der Wahl zur Weltfußballerin 2009 den dritten Platz. Erfahrungen besitzt diese Frau allzu gut und diese wird sie auch der ganze Welt zeigen.

Kanada

Torhüterin Karina LeBlanc hat eine große Leistung bei der Qualifikation hingelegt. Die Keeperin hielt zusammen mit der Abwehrspielerin Emilie Wilkinson das Team auf WM-Kurs. In der Angriffsabteilung lassen sich auch erfahrene Spielerinnen finden. Stürmerin Christine Sinclair war mit sechs Treffern die herausragende Figur. Insgesamt sind die Kanadierinnen eine Mannschaft mit sehr wenigen Schwachstellen, die sich nicht so leicht abwimmeln lassen wollen.

Maribel Dominguez
Mexikanerin Maribel Dominguez (rechts)

Mexico

Der mexikanische Frauenfußball wird seit Jahren von einem Namen beherrscht: Maribel Dominguez.

Die Stürmerin ist zwar schon 33 Jahre alt, hat jedoch von ihrer Torgefährlichkeit noch nichts einbüßen müssen. In der Qualifikation hat sie mit sechs Toren wieder einmal bewiesen, dass sie zu den gefährlichsten Stürmerinnen der Welt gehört. Viele Experten glauben, dass sie trotz ihres hohen Alters, in Deutschland, noch einmal ganz groß aufspielen und einer der großen Stars der WM werden könnte.

Neben ihr konnten Veronica Perez, Guadalupe Worbis und Rosario Saucedo auf sich aufmerksam machen. Jedoch haben sie noch nicht die großen Leistungen erbracht, die sie aus dem Schatten, der übermächtigen Dominguez treten lassen.

Yorely Rincon
Yorely Rincon (links)

Kolumbien

Erst 17 Jahre alt ist Yorely Rincon. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt des Teams und übernimmt die Rolle als Spielmacherin. Fünf Treffer erzielte sie in der Qualifikation und war somit eine wichtige Konstante für die WM-Teilnahme.

Yorely spielte schon bei der FIFA U-17-Frauen-WM in Neuseeland. Hier sammelte sie schon sehr früh Erfahrungen und zeigte diese auch bei der U-20-WM 2010 in Deutschland. Ganz Kolumbien setzt auf die junge Frau und den Titel.

Äquatorial-Guinea

Nicht leicht eine Spielerin aus dieser Mannschaft hervorzuheben aber Torhüterin Miriam Paixao Silva hält die Abwehr sehr gut zusammen. Sie zeigte in den vergangenen Spielen eine ordentliche Klasse. Wer weiß, vielleicht wird diese Mannschaft aber auch zu einer kleinen Überraschung heranwachsen.

Sandrine Soubeyrand
Sandrine Soubeyrand (in Blau) gegen Simone Laudehr (links)

Frankreich

Die Torwartfrage ist bei Frankreich auf jeden Fall geklärt, denn das Team besitzt zwei überragende Keeperinnen: Mit Céline Deville und Bérangère Sapowicz stehen zwei hochklassige Torhüterinnen zwischen den Pfosten, die sich einen erbitterten Kampf um den Platz liefern.

Die Defensive wird solide von Sonia Bompastor und Laura Georges gehütet. Im offensiven Mittelfeld ziehen Louisa Nécib und Camille Abily gemeinam die Fäden. Die beiden holten sich mit dem amerikanischen Verein FC Gold Pride 2010 die Meisterschaft.

Sandrine Soubeyrand ist Rekordnationalspielerin und absolvierte mittlerweile mehr als 150 Partien für Les Bleues. Sie ist das "Ausrufezeichen" des französischen Teams und wird dies auch unter Beweis stellen.